Lob & Kritik

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  • Sixtus

    S1 fahren zwischen Meißen und Dresden ist langsam mehr als seine Zumutung. 16:08 Uhr, Ausfall, 16:38 Uhr, Ausfall, und die Bahn dazwischen, 16:21 Uhr? Fast ne halbe Stunde später. Diese Situation ist inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern ließe sich auch gelegentlich auf 15:... Uhr, oder 17:... Uhr übertragen, und das mehrmals die Woche. Es gibt keinerlei Zuverlässigkeit mehr und keine Planbarkeit.

    Noch vor wenigen Jahren war Bahn fahren mehr als eine Alternative, und dass ohne günstiges D-Ticket. Inzwischen ist es Unzumutbar. Fallen Bahnen aus und es fährt nur eine in der Stunde, kann man sich darauf einstellen, 40 Minuten zu stehen. Die Klimaanlagen in den Waggons hatten darüber hinaus auch schon mal bessere Tage. Und wehe, man hat ein Fahrrad, eine Tür ist defekt und die Bahn hält unplanmäßig an einem anderen Gleis. Dann kann man sein Fahrrad durch die engen Gänge tragen und hoffen, noch rechtzeitig aus der herauszukommen.

    Leider Gottes ist das Auto auf der Strecke zwischen Dresden und Meißen, trotz längerer Nettofahrzeit und höheren Kosten, für viele wieder zur ernsten Alternative geworden, da man hier wenigstens eine konkrete Planbarkeit hat. Das Fahren mit der S1 hat leider immer mehr von Massenabfertigung, sodass es selbst die 63 Euro inzwischen nicht mehr Wert ist.

    VVO

    Hallo Sixtus,

    wir können Ihren Unmut gut verstehen. Wenn Züge ausfallen, Verspätungen zur Regel werden und die Fahrt nicht mehr verlässlich planbar ist, ist das für die Fahrgäste sehr ärgerlich.

    Nach Informationen von DB Regio Südost gab es letzte Woche in Radebeul eine Langsamfahrstelle an einer Weiche. Dadurch kam es zusätzlich zu Verzögerungen im Betriebsablauf. Die Einschränkung sollte bis zum Betriebsschluss (28.05.2026) behoben werden.

    Unabhängig davon können wir Ihren Eindruck nachvollziehen, dass die Zuverlässigkeit der S1 derzeit nicht den Erwartungen an ein attraktives Nahverkehrsangebot entspricht. Wir stehen hierzu im Austausch mit den beteiligten Unternehmen und danken Ihnen für Ihre Hinweise.


    Viele Grüße

    Jana Findeisen
    VVO-Team

  • S1-Nutzer

    Lieber VVO!

    Ich fahre täglich mit der S1.
    Dazu stelle ich mir in den letzten Monaten folgende Fragen:
    1.) Was für Maßnahmen wird der VVO ergreifen oder einfordern, um die Situation zu verbessern?
    2.) Warum werden keine Verstärkerwagen mehr eingesetzt?
    3.) Wo ist der für ab Ostern versprochene Reservezug am Dresdner Hbf?
    4.) Warum werden bei Baustellen auf der Linie keine realistischen Fahrpläne erstellt?
    5.) Wo sind die ganzen Loks der Baureihe 146?
    6.) Warum wurde am 23.05.26 ein Zug mit nur 2 Wagen (z. B. als S 31721) zur besten Wanderzeit nach Schöna geschickt?
    Es ist ein Trauerspiel, was aus dieser Linie – dem einstiegen Flaggschiff des VVO - geworden ist.
    Und es ist eine Zumutung für Pendler, Touristen und Zugpersonale.
    7.) Warum fährt der Trilex immer noch über die S-Bahn-Gleise, obwohl sich das im Mai ändern sollte?

    Aus meiner Sicht sollten VVO, DB Regio und DB InfraGo folgende Maßnahmen prüfen:
    a) Anpassung der Fahrpläne und Wendezeiten
    b) Anmietung von Fahrzeugen bei Dienstleistern
    c) Reduzierung des Zugangebotes um die Zuverlässigkeit zu steigern

    Über konkrete Maßnahmen und eine ausführliche Antwort freut sich
    Der S1-Nutzer


    VVO

    Hallo S1-Nutzer,

    vielen Dank für Ihren Eintrag. 

    Zu Ihren Fragen möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

    1.) Was für Maßnahmen wird der VVO ergreifen oder einfordern, um die Situation zu verbessern?

    Die Stabilisierung des Betriebs auf der S1 hat für uns hohe Priorität. Gemeinsam mit DB Regio, DB InfraGO und weiteren Beteiligten analysieren wir fortlaufend die Ursachen für Verspätungen und Zugausfälle. Dabei fordern wir konkrete Maßnahmen und belastbare Verbesserungen bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Fahrzeugverfügbarkeit ein. Grundlage dafür sind die vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards, deren Einhaltung durch den VVO kontrolliert wird. Vertragsverstöße bleiben dabei nicht folgenlos.

    Zugleich zeigen sich hier strukturelle Probleme im SPNV, mit denen derzeit viele Aufgabenträger und Verkehrsverbünde bundesweit konfrontiert sind – insbesondere bei Fahrzeugverfügbarkeit, Personalbestand und der Stabilität des Bahnbetriebs.

    2.) Warum werden keine Verstärkerwagen mehr eingesetzt?

    Die in den vergangenen Jahren zusätzlich vorgehaltenen Fahrzeuge stehen nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich Dresden Hauptbahnhof wäre eine Umsetzung der bisherigen Verstärkungen im Jahr 2026 zudem nicht möglich gewesen. Für das Jahr 2027 prüfen wir derzeit gemeinsam mit DB Regio, ob zusätzliche Fahrzeuge bereitgestellt werden können.

    3.) Wo ist der für ab Ostern versprochene Reservezug am Dresdner Hauptbahnhof?

    Der Reservezug steht derzeit teilweise in Dresden-Altstadt und wird von dort aus bei Bedarf zum Einsatz gebracht. 

    4.) Warum werden bei Baustellen auf der Linie keine realistischen Fahrpläne erstellt?

    Die Erstellung von Baustellenfahrplänen obliegt grundsätzlich der DB InfraGO als Betreiberin der Schieneninfrastruktur. Die Eisenbahn­verkehrs­unternehmen und der VVO als Aufgabenträger haben darauf nur begrenzten Einfluss. Hinzu kommt, dass Verspätungen im Fern- und Güterverkehr häufig zu betrieblichen Wechselwirkungen führen, die sich auf die S-Bahn übertragen. Wo möglich, versuchen DB Regio und der VVO operativ gegenzusteuern, beispielsweise durch vorzeitige Wendungen einzelner Zugläufe zur Stabilisierung des Gesamtsystems.

    5.) Wo sind die ganzen Loks der Baureihe 146?

    Die Lokomotiven der Baureihe 146 werden von DB Regio in verschiedenen Regionen und an unterschiedlichen Standorten eingesetzt. Die dem Standort Dresden zugeordneten Fahrzeuge werden überwiegend auf den Linien S1, S2 und RE50 verwendet.

    6.) Warum wurde am 23.05.2026 ein Zug mit nur zwei Wagen (z. B. S 31721) zur besten Wanderzeit nach Schöna geschickt?

    Der betreffende Zwei-Wagen-Zug wurde kurzfristig als Ersatzzug eingesetzt, um einen kompletten Zugausfall zu vermeiden. Im weiteren Tagesverlauf konnte dieser wieder durch einen regulären Vier-Wagen-Zug ersetzt werden. Uns ist bewusst, dass die Kapazität eines solchen Ersatzzuges insbesondere an stark nachgefragten Ausflugstagen nicht ausreicht. Dennoch war dies in der konkreten Situation die einzige Möglichkeit, die Fahrt überhaupt durchführen zu können.

    7.) Warum fährt der trilex weiterhin über die S-Bahn-Gleise, obwohl sich das im Mai ändern sollte?

    Tatsächlich war langfristig vorgesehen, die trilex-Züge zwischen dem 1. Mai und 1. Oktober 2026 nicht mehr über die S-Bahn-Gleise in Dresden Hauptbahnhof zu führen. Hintergrund waren geplante Bauarbeiten am Hallendach des Hauptbahnhofs, die eine Sperrung des Gleises 14 erfordert hätten.

    Diese Baumaßnahme wurde jedoch Anfang 2026 durch DB InfraGO verschoben, sodass die vorgesehene Verlegung der trilex-Fahrten entfiel. Darüber hinaus bestehen im Knoten Dresden weiterhin zahlreiche baubedingte Einschränkungen, unter anderem durch das noch nicht fertiggestellte Kreuzungsbauwerk am Hauptbahnhof sowie weitere Infrastrukturmaßnahmen. Aus diesem Grund ist eine verlässliche Führung der meisten trilex-Züge in die Mittelhalle derzeit nicht möglich. Nach aktuellem Stand ist eine Änderung voraussichtlich erst nach Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten zu erwarten.

    Wir verstehen Ihren Eindruck, dass die S1 derzeit weit von ihrem früheren Qualitätsniveau entfernt ist. Die Vielzahl gleichzeitig laufender Infrastrukturmaßnahmen sowie die angespannte Fahrzeug- und Betriebssituation stellen alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Gleichwohl arbeiten wir gemeinsam mit den Eisenbahnunternehmen und der Infrastrukturbetreiberin daran, die Zuverlässigkeit und Stabilität des Angebots wieder zu verbessern.

    Viele Grüße

    Jana Findeisen
    VVO-Team

  • Konrad

    Ich möchte mich darüber beschweren, dass die Fähre Pirna Copitz vom 23.05. bis 26.05. nicht fährt. Wie kann das sein, über Pfingsten? Wir machen hier mit 8 Personen Urlaub und haben uns extra eine Ferienwohnung auf der Copitzer Seite genommen in der Annahme daß wir mit der Fähre sehr schnell und unkompliziert in der Altstadt sind.

    VVO

    Hallo Konrad,

    laut Information der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE), dem Betreiber der Fähre, konnte die Fähre aufgrund des hohen Krankenstandes nicht verkehren.


    Viele Grüße

    Jana Findeisen
    VVO-Team

  • Konrad

    Hallo,

    wie kann es passieren, dass der RE50 (16539) am Freitag dem 16.5.2026 keine einzige Toilette aufwies. Wieso wird darüber nicht informiert (z.B. im DB Navigator). Wird es seitens DB Regio Konsequenzen geben oder ist das jetzt der Normalzustand, bis die "neuen" Fahrzeuge ab Dezember im Einsatz gehen. Jedes mal eine richtige Enttäuschung mit dem RE50 zu fahren, weil immer etwas ist.

    VVO

    Hallo Konrad,

    folgende Antwort haben wir vom Kundendialog der DB Regio Südost erhalten: 

    "Wir verstehen Ihren Ärger sehr gut. Dass in einem Zug keine nutzbare Toilette zur Verfügung steht, entspricht keinesfalls unserem Anspruch an einen verlässlichen und kundenfreundlichen Nahverkehr. Besonders auf längeren Fahrten ist dies für unsere Fahrgäste eine erhebliche Einschränkung.

    Ebenso nachvollziehbar ist Ihre Kritik an der fehlenden Information im Vorfeld. Hinweise zu relevanten Komforteinschränkungen sollten unseren Fahrgästen möglichst transparent zur Verfügung gestellt werden. Wir nehmen Ihren Hinweis daher sehr ernst und geben diesen intern zur Prüfung weiter.

    Leider kommt es bei den derzeit eingesetzten Fahrzeugen vereinzelt zu technischen Ausfällen, die trotz regelmäßiger Wartung nicht immer kurzfristig behoben werden können. Dies soll jedoch keinesfalls als „Normalzustand“ verstanden werden. Gemeinsam mit unseren technischen Bereichen arbeiten wir kontinuierlich daran, die Fahrzeugverfügbarkeit und -qualität zu verbessern. Auch die geplante Einführung neuer Fahrzeuge ab Dezember soll künftig zu einer stabileren und komfortableren Betriebsqualität beitragen.

    Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir Sie ausdrücklich um Entschuldigung."


    Viele Grüße

    Jana Findeisen
    VVO-Team

  • Claudia Engelhaupt

    Hallo,
    es betrifft die Fahrt 17:09 Uhr Kennzeichen PIR R 2704 von Dresden Hbf - Teplice am 15.5.2026 mit der Buslinie 360

    Ich möchte Ihnen die Sitation kurz darstellen:
    Andrang sehr hoch, große Belastung für den Busfahrer. Da ich mitbekommen hatte, dass 4 Jungs im Alter von ca. 11/12 Jahren mit ihren Fahrrädern an der hinteren Türe standen, um auch einzusteigen, signalisierte ich ihnen, dass ich dem Busfahrer Bescheid gebe. Nach dem ich mein Ticket gezeigt hatte, machte ich ihn auf die Jungs aufmerksam. Ich bekam die Antwort, dass er sich nicht gleichzeitig um alles kümmern könnte und dass er sowieso nicht alle mitnehmen würde. Diese Art der Aussage hätte auch netter rüberkommen können, aber mit 66 Jahren steckt man es einfach weg. Nachdem er die letzten Passagiere kontrolliert bzw. abkassiert hatte, stieg er aus und machte eine Ansage an die 4 Jungs. Aus seiner ganzen Haltung und Mimik war ersichtlich und an den Gesichtern der Jungen war zu erkennen, dass Machtdemonstration und Arroganz von ihm ausging. Dann stieg er ein und machte die Tür auf. Die Jungen waren mit der Situation völlig überfordert und wollten schon abdrehen, da ging er sie wieder an " Na was ist den nun!!!" Mein Man stand drinne und war bereit mit zu helfen, dass es zügig geht. Einer der Jungen stieg ein und die anderen waren so verschüchtert und drehten ab. In diesem kurzen Moment stieg noch ein junges Mädchen in die hintere Tür, froh den Bus noch erreicht zu haben. Dies wurde im barschen Ton hingewiesen, dass sie vorne einzusteigen hat.
    Natürlich hat er die Verantwortung als Fahrer, aber hätte er die Situation nicht mit einer Ansage bzw. Anfrage an die Fahrgäste wie: "Ich möchte die Kinder nicht gerne draußen lassen, könnten sie bitte nicht alle ein bisschen zusammenrücken und helfen." Es wäre Platz gewesen und es hätte geklappt. Wo ein Wille ist...
    Mich hat die Situation sehr traurig und nachdenklich gemacht. Ist es dann noch ein Wunder, wenn die Kinder in ein paar Jahren genau so ein Verhalten aufzeigen? Sollten wir nicht alle, auch wenn es stressig ist, versuchen freundlich und wertschätzend zu agieren.
    Ich hätte dem Busfahrer gerne persönlich mein Anliegen vorgetragen, aber er musste ja seinen Dienst verrichten und er wäre, so glaube ich, nicht offen für ein sachliches Gespräch gewesen.

    VVO

    Hallo Frau Engelhaupt,

    folgende Antwort haben wir von der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE) erhalten:

    "Wir haben Ihr Anliegen umgehend intern geprüft und ausgewertet. Grundsätzlich ist die Mitnahme von 4 Fahrrädern aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Unser Mitarbeiter wurde auf die Einhaltung der entsprechenden Umgangsformen im Kundenbetrieb verwiesen. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns."


    Viele Grüße

    Jana Findeisen
    VVO-Team

VVO-Netiquette

Sehr geehrte Damen und Herren,

die gemeinsame Nutzung unseres Gästebuches kann nur unter Beachtung gewisser Grundregeln funktionieren und so für alle eine Bereicherung sein. Es ist selbstverständlich, dass wir aufeinander Rücksicht nehmen und uns gegenseitig respektieren.

Unsere Spielregeln

Respekt, der Ton macht die Musik

Verkehr und Mobilität gehen uns alle an. Das heißt aber nicht, dass wir alle die gleiche Meinung über den öffentlichen Personenverkehr haben. Sachliche Diskussionen bringen uns weiter, Streit und Beleidigungen nicht.

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