Lob & Kritik
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Sebastian
Ich habe Mitte Mai ab Juni 2026 das Mitnahmeticket zum Deutschlandticket bei der DVB abgeschlossen. Nun verkünden Sie kurzfristig Sperrzeiten für Fahrradmitnahme im Trilex. Seitdem kann ich das Mitnahmeticket nicht mehr nutzen und möchte das Abo vorzeitig kündigen. Das Kundencenter der DVB teilte mir mit, dass das nur bis zum 10. des Vormonats zulässig wäre und ich solle mich bitte direkt an den VVO wenden - die DVB sei dafür nicht zuständig. Dass der Trilex die Sperrzeiten für Fahrräder einführt, konnte ich ja Mitte Mai noch nicht wissen. Ich bitte um Rückmeldung, welche Möglichkeiten ich nun habe.
Wie lange will sich der VVO überhaupt noch die schlechte Leistung des Trilex ansehen? Die Probleme mit der schlechten Fahrzeugverfügbarkeit einfach auf die Kunden abzuwälzen, finde ich rücksichtslos! Wenn der Trilex den Verkehr nicht in dem Umfang fahren kann, wie er mit Erhalt des Vertrages versprochen hat, müssen die Strecken an eine andere Bahn abgegeben werden! Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass man schon gar nicht mehr einsteigen kann - am 10.06.2026 an dem RE2 6:06 Uhr ab Arnsdorf nach Dresden selber erlebt! Es kam EIN (!!!) Triebwagen, der rappelvoll war. Was sind das für Zustände, die der VVO hier zulässt?VVO
Hallo Sebastian,
Ihren Ärger über die derzeitige Situation und die Einschränkungen bei der Fahrradmitnahme können wir nachvollziehen.
Gemeinsam mit trilex arbeiten wir an einer Verbesserung der Lage. Dazu gehören Verhandlungen über den kurzfristigen Einsatz eines Ersatzzuges, die laufenden Hauptuntersuchungen der Triebwagen, die bis Jahresende abgeschlossen werden sollen, sowie die Finanzierung von fünf zusätzlichen Triebwagen für das Ostsachsennetz ab dem kommenden Jahr, um das Platzangebot langfristig zu erhöhen.
Die eingeführten Sperrzeiten stellen keine neue tarifliche Regelung dar. Bereits bisher konnten Fahrräder nur bei ausreichender Kapazität befördert werden; ein Anspruch auf Mitnahme bestand nicht. Da die Fahrradmitnahme in den nun betroffenen Zeitlagen aufgrund der hohen Auslastung ohnehin häufig nicht möglich war, sollen die Sperrzeiten mehr Planungssicherheit für alle Fahrgäste schaffen.
Wir verstehen, dass das Mitnahmeticket für Sie dadurch derzeit an Nutzen verliert. Die tariflichen Kündigungsfristen bleiben jedoch unverändert bestehen, da sich die zugrunde liegenden Beförderungsbedingungen nicht geändert haben.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
St. Melzer
Guten Tag,
ich bin überrascht über die Fahrzeugprobleme bei DB Regio.
Es wird berichtet, dass nicht genügend Fahrzeuge des Typs Desiro zur Verfügung stehen. Allerdings ist schon seit Dezember 2025 die RB71 im SEV, seit zwei Monaten sogar komplett. Dadurch sind drei Triebwagen frei geworden. Was ist denn mit denen passiert? Hat man vergessen, dass diese auch noch zur Verfügung stehen? Warum erzählt man den Fahrgästzen jetzt den Quatsch, dass zuviele Fahrzeuge notwendige Werkstattaufenthalte haben? Es können doch nicht alle gleichzeitig kaputt sein, zumal drei Fahrzeuge "übrig" sind?
Bei der elektrischen S-Bahn kommen immer wieder Ersatzfahrzeuge von DB Gebrauchtzug zum Einsatz. Meist Fahrzeuge der Baureihe 143, inzwischen auch ein Fahrzeug der Baureihe 112. Gleichzeitig ist aber 146 010 ("Schloss Wackerbarth") derzeit um Magdeburg unterwegs. Wie passt das zusammen? Einerseits fehlen die Loks, andererseits fahren diese ganz woanders?
Gefühlt nimmt der VVO das alles aber klaglos hin. Andere Besteller arbeiten mit Pönalen und geben auch mal der Öffentlichkeit ein ordentliches Feedback außer weichgespülten Antworten auf die berechtigten Beschwerden.
VG St. MelzerVVO
Hallo Herr Melzer,
folgende Antwort haben wir von DB Regio Südost erhalten:
"Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die damit verbundenen kritischen Fragen zur aktuellen Fahrzeugverfügbarkeit im VVO-Dieselnetz sowie im Bereich der S-Bahn-Ersatzverkehre.
Es ist korrekt, dass sich durch die Sperrung der RB 71 im Schienenersatzverkehr der laufende Fahrzeugbedarf im VVO-Dieselnetz insgesamt reduziert hat. Gleichzeitig wurde dieser Zeitraum jedoch genutzt, um bereits im Vorfeld größere Fristen und umfangreichere Werkstattaufenthalte einzuplanen. Dadurch sind aktuell mehr Fahrzeuge als im Regelbetrieb gebunden und stehen nicht für den Einsatz im täglichen Betrieb zur Verfügung.
Hinzu kommt, dass ein weiteres Fahrzeug aufgrund der Entgleisung in Glashütte derzeit weiterhin nicht einsatzfähig ist und somit zusätzlich aus dem Fahrzeugbestand fehlt. Insgesamt ist die verfügbare Flotte damit nicht in dem Umfang nutzbar, wie es auf den ersten Blick aus der reinen SEV-Situation der RB 71 erscheinen könnte.
Bezüglich des von Ihnen angesprochenen Fahrzeugs aus dem Bestand: Dieses hat nach Instandhaltungsmaßnahmen wiederholt Störungen gezeigt und wurde daher zur tiefergehenden technischen Prüfung in das Werk Magdeburg überführt. Um sicherzustellen, dass es anschließend zuverlässig in den Betrieb zurückkehren kann, wird es derzeit im ENORM-Netz im Rahmen von Lastfahrten getestet. Erst wenn es dort über mehrere Tage hinweg stabil und störungsfrei läuft, erfolgt die Rückführung nach Dresden.
Vor diesem Hintergrund ergibt sich die aktuell wahrgenommene angespannte Fahrzeuglage aus einer Kombination aus planmäßigen Instandhaltungen, unvorhergesehenen Ausfällen sowie gezielten technischen Prüfungen einzelner Fahrzeuge. Dies führt kurzfristig zu Einschränkungen in der Flexibilität der Fahrzeugdisposition.
Wir verstehen, dass diese Situation aus Fahrgastsicht schwer nachvollziehbar wirkt, und nehmen die Kritik an der Kommunikation sehr ernst. Gleichzeitig arbeiten alle Beteiligten daran, die Verfügbarkeit schrittweise zu stabilisieren und die Auswirkungen auf den Betrieb so gering wie möglich zu halten."
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Ein Bahnbenutzer
Sehr geehrte VVOler,
wird das nächste Unheil kommuiniziert? Allerdings nur bei Facebook?
Dort fand ich auf der VVO-Seite u.a. folgendes Zitat:
"Zukünftig sind die Talent 2-Fahrzeuge nur noch in frühen Morgen- und späten Abendstunden unterwegs".
Plant man diese viel zu kleinen Fahrzeuge also weiterhin für den RE50? Spätestens als Fünf- oder gar Dreiteiler kommen diese Fahrzeuge auch in Tagesrandlagen mehrfach an ihre Kapazitätsgrenzen.
Wenn man von dieser Fehlbesetzung auch weiterhin nicht lassen will, dann sind diese Züge nur in 3+5-Konfiguration auf dem RE50 ertragbar. Als Ersatz für ausfallende Dosto, aber nicht schon wieder als Regelbetrieb! Denn die Fahrgastzahlen steigen aus meiner regelmäßigen Beobachtung weiter an.
VG vom BahnbenutzerVVO
Hallo Ein Bahnbenutzer,
wir teilen Ihre Auffassung: Die immense Steigerung der Fahrgastnachfrage auf der Linie RE 50 in den vergangenen Jahren erfordert dringend eine Steigerung der Kapazitäten. Das bislang bestehende Konzept zum Einsatz einstöckiger Triebfahrzeuge mit variabler Zuglänge stößt u.a. bei unerwarteten Nachfragespitzen schnell an seine Grenzen.
Im Rahmen der Inbetriebnahme des neuen Verkehrsvertrages mit DB Regio ist es gelungen, ab Dezember 2026 einen durchgängigen Einsatz von fünfteiligen, niederflurigen Doppelstockfahrzeugen vom Typ Twindexx Vario (Baureihe 445) mit einer Kapazität von 479 Sitzen vorzusehen. Aufgrund eines separaten Fahrradwagens (einseitig Klappsitze vorhanden, im Obergeschoss Festsitze sowie mehrere Gepäckablageflächen) bietet das Fahrzeug zudem die Möglichkeit, deutlich mehr Fahrräder mitzunehmen. Durch mehr Kniefreiheit, insbesondere bei vis-à-vis-Bestuhlung, bietet das Fahrzeug im Vergleich zu den bislang eingesetzten Fahrzeugen einen Komfortgewinn.
Wie Sie richtig bemerken kann an einzelnen Tagen im Jahr es für Überführungsfahrten in die Werkstatt zu einem Einsatz von Fahrzeugen mit geringerer Sitzplatzkapazität kommen, was wir nicht verschweigen möchten. Dies wurde dem Verkehrsunternehmen im Rahmen der Vertragsverhandlungen zugestanden, da es hier um einen nennenswerte Kosteneinsparungen handelt und die Verkehrsleistungen insgesamt auch weiterhin finanzierbar bleiben müssen. Zur Eingrenzung wurden die Fahrgastzahlen der vergangenen Jahre ausgewertet. Zulässig ist ein Einsatz anderer Fahrzeuge nur auf Fahrten mit Abfahrt vor 6 Uhr bzw. nach 22 Uhr ab Leipzig bzw. Abfahrt nach 20 Uhr ab Dresden. Es handelt sich hier dann um 4-teilige Talente (je nach Bedarf in Doppeltraktion), die üblicherweise auf den Linien RE 15 und RE 18 zum Einsatz kommen. Gemäß Verkehrsvertrag gewährleistet DB Regio, dass an Tagen mit absehbar höherer Nachfrage die regulär geforderte Mindestsitzplatzkapazität eingehalten wird.Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Matthias
Guten Tag,
meine Freundin bat mich, folgenden Sachverhalt zu klären. Am 02.06.2026 wollte meine Freundin die Buslinie 414 ab Haltestelle Gasthaus Taubenheim b. Meißen um 19:40 Uhr in Richtung Meißen Busbahnhof nutzen. Laut ihrer Aussage fuhr der Bus ab dieser Haltestelle schon um 19:36 Uhr ab, Sie fragte freundlich den Busfahrer warum er schon so zeitig abgefahren sei, darauf hin sagte er wohl in einem nicht so netten Ton was die Frage soll und Sie soll sich hinten in den Bus setzen. Bitte klären Sie die Fahrt an diesem besagten Tag ab und überprüfen Sie bitte die tatsächlichen Abfahrtszeiten dieser Fahrt.
Sollte der Bus wirklich schon so zeitig abgefahren sein, sollte man die Fachkraft im Fahrbetrieb bitte darauf hinweisen, dass der Fahrplan eingehalten wird, zumal es sich um die letzte Fahrt an diesem Tag gehandelt hat. Und wenn meine Freundin freundlich fragt warum die Abfahrt schon so zeitig war, dann kann man kurz innehalten und sich entschuldigen, auch wenn ich weiß, dass einige Fahrgäste den Fahrern nicht freundlich gegenüber stehen. Ich bedanke mich im voraus. Mit freundlichen GrüßenVVO
Hallo Matthias,
folgende Antwort haben wir von der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM) erhalten:
"Vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis zu der Fahrt der Linie 414 am 02.06.2026 ab der Haltestelle Gasthaus Taubenheim b. Meißen.
Es tut uns leid zu hören, dass Ihre Freundin diese Situation als unangenehm empfunden hat. Wir können nachvollziehen, dass insbesondere bei der letzten Fahrt des Tages eine vorzeitige Abfahrt zu Verunsicherung und Ärger führen kann.
Die von Ihnen geschilderte Fahrt haben wir geprüft. Laut unseren RBL-Daten ist der Bus tatsächlich zu zeitig abgefahren. Dieser Sachverhalt wurde mit dem Fahrpersonal ausgewertet und es wurde eine Ermahnung ausgesprochen.
Unabhängig davon legen wir großen Wert auf einen respektvollen und freundlichen Umgang mit unseren Fahrgästen. Wir bedauern, wenn der Eindruck entstanden ist, dass dies in der geschilderten Situation nicht der Fall war.
Vielen Dank, dass Sie uns auf diesen Vorfall aufmerksam gemacht haben. Ihr Hinweis hilft uns dabei, die Qualität unseres Angebots und unseres Kundenservice kontinuierlich zu verbessern."
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Ein Bahnbenutzer
Wiederholung der Nachricht vom 1. Mai:
Folgt nun die Abschaffung der ersten Klasse im RE50 als nächster Punkt permanenten Schlechtbetriebes dieser Linie? Man könnte es seit einigen Tagen annehmen, denn der erste "Hamster" verlor eine der die 1. Klasse abtrennende Zwischen-Tür. Einschließlich der ohnehin suboptimal gelösten Beschilderung innerhalb dieses Abteils. Man kann den Reisenden nicht verübeln die übrigen Hinweise auf die 1. Klasse mehr oder minder absichtlich zu übersehen. Und Zugpersonal das mit diesem Mangel professionell durch gezielte Ansprache umgeht ist nahezu nicht mehr vorhanden. Der unterwegs einsteigende und mehr Geld bezahlende Gast der 1. Klasse kann dann sehen wo er noch Platz findet. Denn die höhere Chance auf einen solchen war bisher der einzige Punkt des Mehrwerts der 1. Klasse in diesen billig gekauften und dementsprechend billig gemachten Zügen. Hier demonstrieren die Besteller und Betreiber seit mehren Jahren "So geht Sachsen" zwischen seinen beiden größten Städten.
Auch wenn im Dezember "neue" (Gebraucht-) Züge kommen, könnte man schon heute von unseren Nachbarn im Südosten lernen wie man eine eindrückliche Beschilderung der 1. Klasse löst. Fahren sie einfach mal in den CityElefanten der České dráhy (ČD) mit und sehen sie auf jeder Kopfstütze der entsprechenden Plätze eine nicht zu übersehende 1.! Und dann kann auch das erhöhte Beförderungsentgelt erhoben werden, wenn Fahrgäste diese Ausschilderung ignorieren. Alles andere ist Beschiss am Kunden der 1. Klasse, der einen höheren Fahrpreis bezahlt. Nicht weil er zu viel Geld hat, sondern weil er einen Mehrwert erhalten will. Zwei Zentimeter breitere Sitze mit einem abweichenden Sitzpolsterbezugsstoff ist das ganz bestimmt nicht…VVO
Sehr geehrter Herr Ein Bahnbenutzer,
vielen Dank für Ihre ausführlichen Schilderungen und Anregungen. Die DB Regio Südost teilt hierzu lediglich mit:„Die Beschwerde wurde mit der Fachabteilung besprochen und die Kritik wurde platziert. Die Fahrzeugschäden sind uns bewusst, wir sind dran, diese zu beseitigen.“
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team