Lob & Kritik
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Carsten Puschmann
Hallo VVO-Team,
ich bin seit längerer Zeit, nahezu täglich, mit dem RE50 zwischen Borsdorf und Dresden-Neustadt unterwegs. Für meine Fahrten nutze ich das Deutschlandticket sowie die entsprechenden 1.-Klasse-Übergänge für den MDV und den VVO.
Leider kommt es regelmäßig zu unangenehmen Situationen mit Zugbegleitern, da zwischen Oschatz und Riesa keine Verbundzugehörigkeit besteht. Für diesen Streckenabschnitt ist mein 1.-Klasse-Übergang nicht gültig, sodass ich die 1. Klasse verlassen müsste, um nicht ohne gültigen Fahrschein zu reisen.
In der Praxis ist dies jedoch nur schwer umsetzbar einen Fahrschein zu erwerben. Der zusätzliche Fahrschein für diesen Abschnitt kann meines Wissens lediglich im DB-Reisezentrum oder direkt beim Zugpersonal erworben werden. Da es in Borsdorf kein Reisezentrum gibt und der RE50 häufig sehr stark ausgelastet ist, ist beides oft schwierig.
Daher möchte ich anregen zu prüfen, ob die Verbundgrenzen künftig direkt aneinander anschließen könnten oder ob es eine andere praktikable Lösung für Fahrgäste mit 1.-Klasse-Übergängen gibt. Aus meiner Sicht entsteht durch die aktuelle Regelung kein erkennbarer Mehrwert, sondern vor allem zusätzlicher Aufwand und Frustration für Fahrgäste und Zugpersonal.
Vielen Dank für die Prüfung meines Anliegens.
Mit freundlichen Grüßen
Carsten PuschmannVVO
Hallo Herr Puschmann,
vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung und Ihre Anregung zur Nutzung der 1. Klasse auf der Linie RE 50 zwischen Borsdorf und Dresden-Neustadt.
Eine Kombination der Übergangstarife der verschiedenen Verkehrsverbünde für eine durchgehende Fahrt ist nicht möglich. Gern erläutern wir Ihnen die Hintergründe.
Die Verkehrsverbünde wurden geschaffen, um den öffentlichen Nahverkehr innerhalb ihrer jeweiligen Gebiete tariflich und organisatorisch zu integrieren. Dazu gehören unter anderem die Abstimmung der Fahrpläne sowie die Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen den beteiligten Verkehrsunternehmen. Für diese Einnahmeaufteilung bestehen jeweils verbundbezogene und teilweise komplexe Verteilungsschlüssel. Darüber hinaus erhalten die Verkehrsunternehmen teilweise Ausgleichsmittel, da die Verbundtarife in der Regel günstiger sind als eine Addition einzelner Tarife für eine Fahrt über mehrere Verkehrsgebiete.Für Fahrten über die Grenzen eines Verkehrsverbundes hinaus gelten daher andere tarifliche Rahmenbedingungen. Auf dem RE 50 endet der VVO-Tarif in Riesa, während der MDV-Tarif in Oschatz beginnt. Zwischen diesen beiden Verbundgebieten besteht somit keine tarifliche Durchbindung. Der Übergangstarif zwischen Oschatz und Riesa wurde im August 2024 eingestellt, da die Nachfrage nach seiner Einführung des Deutschlandtickets deutlich zurückgegangen war.
Das Deutschlandticket gilt grundsätzlich in der 2. Klasse. Für die Nutzung der 1. Klasse ist daher ein durchgängiger 1.-Klasse-Übergang erforderlich. Die Kombination eines MDV- und eines VVO-Übergangs reicht für die durchgehende Fahrt Leipzig–Dresden nicht aus, da für den Abschnitt Oschatz–Riesa ein Übergang nach Deutschlandtarif erforderlich wäre. Eine Stückelung der 1.-Klasse-Berechtigung über die einzelnen Verbundtarife ist nicht möglich.
Für eine durchgehende Fahrt besteht allerdings die Möglichkeit, einen entsprechenden 1.-Klasse-Übergang der DB zu erwerben. Dabei gelten folgende Möglichkeiten:
- Für einzelne Fahrten (Einzelübergang) kann der Übergang über den DB Navigator oder bahn.de erworben werden. Bei der Auswahl der 1. Klasse wird automatisch der „1. Klasse Übergang Nahverkehr“ angeboten.
- Für eine Woche (Wochenübergang) ist der Übergang in DB Reisezentren oder DB Agenturen erhältlich.
- Für einen Monat (Monatsübergang) ist der Übergang ebenfalls in DB Reisezentren oder DB Agenturen erhältlich.
Der VVO-Aufpreis zur 1. Klasse kann grundsätzlich mit jedem Deutschlandticket kombiniert werden, unabhängig davon, wo das Deutschlandticket erworben wurde. Der VVO-Übergang gilt auf dem RE 50 zwischen Riesa und Dresden. Derzeit kostet der Aufpreis für einen Tag 2,20 Euro innerhalb einer Tarifzone bzw. 4,40 Euro im gesamten Verbundraum. Der Wochenübergang kostet 10,80 Euro, der Monatsübergang 27,00 Euro. Die entsprechenden Tickets sind an Ticketautomaten, in Servicestellen, beim Regionalbusfahrer sowie über den DB Navigator erhältlich.
Auch bei der Einstellung der Übergangstarife zu den anderen sächsischen Verkehrsverbünden – etwa zum ZVON und zum VMS – waren die tariflichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen maßgeblich. Eine Aufteilung eines durchgehenden 1.-Klasse-Übergangs auf einzelne Verbundabschnitte ist tariflich nicht vorgesehen.
Wir verstehen, dass die bestehende Regelung insbesondere bei stark ausgelasteten Zügen zu einem zusätzlichen Aufwand für Fahrgäste und Zugpersonal führen kann. Eine entsprechende Lösung in Form eines durchgehenden und digital buchbaren Ergänzungstickets ist jedoch bereits über den genannten DB-Übergangstarif möglich. Eine zusätzliche tarifliche Ergänzung für den Abschnitt Oschatz–Riesa ist derzeit nicht vorgesehen.
Wir hoffen, Ihnen damit die Hintergründe der bestehenden Regelung nachvollziehbar erläutert zu haben, und danken Ihnen nochmals für Ihre Anregung.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
St. Melzer
Guten Tag,
heute fällt die RB71 nun komplett aus. Information beim VVO? Fehlanzeige! Bei allen Fahrten steht "Halt entfällt". Keine Angaben warum, weshalb, wieso und wie lange das noch so geht.
Hingegen wurde um 13 Uhr eine Meldung zur RB72 veröffentlicht. Warum nur für diese, nicht auch für die RB71? Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen?
Wie will DB Regio den Verkehr ab nächster Woche sicherstellen, wenn auch wieder Schüler in den Zügen mitfahren?
Viele Grüße
St. MelzerVVO
Hallo Herr St. Melzer,
es tut uns leid, dass Sie sich nicht ausreichend informiert gefühlt haben.
Wir tun unser Bestes, um unsere Fahrgäste schnell und zuverlässig zu informieren. Dass wir dabei nicht immer ad hoc reagieren können, bitten wir zu entschuldigen.
Wir arbeiten mit den uns vorliegenden Informationen und geben neue, belastbare Informationen schnellstmöglich weiter. Dass dies in der aktuellen Situation für Sie nicht zufriedenstellend war, tut uns leid. Wir verstehen Ihren Ärger und bitten um Ihr Verständnis.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Urdresdner
Guten Tag!
Zunächst Danke für Ihre Stellungnahme vom 11.08.2026. Allerdings meine Anfrage zu konkreten Vorhaben/Planungen um wenigstens eine Normalisierung schienengebundener ÖPNV-Leistungen der DB-Regio herbeizuführen blieb unbeantwortet.
Wieder wagten wir am 11.08.2026 eine Fahrt auf der S 1 Radebeul-Ost - Dresden-Pieschen, gem. Fpl. 14.40 Uhr ab Radebeul-Ost mit dem Ergebnis 10 min. Verspätung, keine Klimatisierung. Verstärker-S1 fallen mehr aus, als diese verkehren. Zu gleichem Zeitraum in der Gegenrichtung der S 1 ebenso Verspätung. Beim Halt eines Zuges der RE50 auf dem Bf. Radebeul-Ost Richtung Leipzig: Zug übervoll da nur eine Einheit, einzelne Türen defekt.
Schlussfolgerung: Es fährt irgendwann mal irgendwas oder auch garnicht, Qualität unterste Schublade.
Diese Zustände sind dem VVO nun schon viele Jahre bekannt ohne wenigstens Normalisierung oder gar einer bedarfsangepassten Verbesserung, da hier in Sachsen speziell im Verkehrsgebiet des VVO,der schienengebundene ÖPNV (DB-Regio), aber auch insgesamt der ÖPNV, politisch nicht von Interesse ist.
GrußVVO
Hallo Urdresdner,
Ihre Kritik an den derzeitigen Verspätungen, Ausfällen, fehlender Klimatisierung und Überlastungen können wir nachvollziehen.
Zu Ihrer konkreten Frage nach Maßnahmen zur Verbesserung der Situation möchten wir auf die Neuvergabe der Verkehrsleistungen hinweisen. Mit dem neuen Verkehrsvertrag ab Dezember 2027 sind unter anderem modernere Lokomotiven sowie ein weiterer Reservezug für die S 1 vorgesehen. Damit sollen Fahrzeugverfügbarkeit und Betriebsstabilität deutlich verbessert werden.
Uns ist bewusst, dass dies keine kurzfristige Lösung für die derzeitigen Einschränkungen darstellt.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Mathias
Wäre es nicht ehrlicher die Abfahrts- und Ankunftszeiten im Fahrplan der S1 mit den Wörtchen „eventuell“ und „circa“ zu versehen?
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S8
Sehr geehrtes Team vom VVO/DB Regio Südost,
wann wird es wieder die geplante Doppeltraktion der S8 in den Morgen- und Nachmittagsstunden geben?
Es ist besonders am Nachmittag sehr überfüllt und mit Fahrrädern und Kinderwagen sehr eng im Zug. Auch da wir uns in der letzten Ferienwoche befinden, erwarten die Fahrgäste, dass es mit Schulbeginn wieder etwas mehr Sitzkapazitäten geben wird.
Ich danke Ihnen für eine konstruktive Antwort!
Mit freundlichen GrüßenVVO
Hallo S8,
folgende Antwort haben wir von DB Regio Südost erhalten:
"Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihren Hinweis zur Auslastung der S8.
Wir können Ihren Eindruck gut nachvollziehen. Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten führen die derzeit verkürzten Zugbildungen zu einer hohen Auslastung, was sich durch Fahrräder und Kinderwagen zusätzlich bemerkbar macht.
Leider besteht bei den Dieseltriebwagen weiterhin eine sehr angespannte Fahrzeuglage. Das aktuelle Schadaufkommen ist außergewöhnlich hoch, teilweise auch aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. Zudem mussten zur Behebung akuter Fahrzeugschäden planmäßige Fristarbeiten teilweise verschoben werden, wodurch sich ein zusätzlicher Wartungsrückstand aufgebaut hat. Mehrere schwere Schadfälle führen darüber hinaus zu längerfristigen Werkstattaufenthalten.
Um die Situation zu verbessern, werden Fahrzeuge nicht nur in den regionalen Werkstätten, sondern auch in den Werken Chemnitz, Schöllkrippen und Neubrandenburg bearbeitet. Zusätzlich unterstützen bis Ende August zwei Fahrzeuge aus einer anderen Region den Betrieb.
Vor diesem Hintergrund können wir derzeit leider keinen konkreten Termin nennen, ab wann die S8 wieder durchgängig in der vorgesehenen Doppeltraktion verkehren wird. Unser Ziel ist jedoch die Kapazitäten schrittweise zu stabilisieren.
Wir bedauern die Einschränkungen und danken Ihnen für Ihr Verständnis."
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team