Lob & Kritik
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Emilia Scholz
Beschwerde über das Verhalten einer Kontrolleurin auf der Fahrt mit der S1 am 30.05.2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich mich über das Verhalten einer Kontrolleurin auf meiner Fahrt mit der S1 von Coswig nach Dresden Mitte beschweren.
Die Kontrolle fand auf der Fahrt statt, die um ca. 14:30 Uhr in Coswig begann. Ich konnte mein gültiges Deutschlandticket beziehungsweise Kundenticket problemlos in der DB Navigator App vorzeigen. Da ich mich bereits in der Vergangenheit bei mehreren Kontrolleuren über die Gültigkeit und den Nachweis meines Tickets informiert hatte und mir dabei bestätigt wurde, dass die Anzeige in der App ausreichend sei, ging ich davon aus, alle erforderlichen Nachweise dabei zu haben.
Die Kontrolleurin vertrat jedoch die Auffassung, dass ich zusätzlich sofort eine Kundenkarte beziehungsweise ein Kundenkonto auf der VVO-Website erstellen müsse. Dabei baute sie von Beginn an erheblichen Druck auf und erklärte mir mehrfach, dass sie mir eigentlich ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 60 Euro ausstellen müsse, sie jedoch „kulant“ sei und bei mir stehen bleibe, bis ich die Registrierung abgeschlossen habe.
Ich empfand ihr Auftreten als sehr unfreundlich und einschüchternd. Obwohl ich ihr ruhig erklärte, dass ich mich bereits über die Ticketregelungen informiert hatte und andere Kollegen mir bestätigt hatten, dass mein Nachweis ausreichend sei, wurde auf meine Aussagen kaum eingegangen. Stattdessen wurde mir mehrfach vermittelt, dass ich selbst schuld sei und mich besser informieren müsse.
Besonders unangemessen empfand ich Aussagen wie, dass ich froh sein könne, ein so günstiges Ticket zu besitzen, und dass es meine Aufgabe sei, mich mit den Bedingungen auseinanderzusetzen. Dies hatte ich bereits getan. Zudem erklärte die Kontrolleurin, sie könne nichts dafür, dass ihre Kollegen angeblich falsche Informationen weitergegeben hätten, und sie sei nun einmal diejenige, die ihren Job richtig mache.
Durch die gesamte Situation fühlte ich mich stark unter Druck gesetzt und begann schließlich zu weinen. Ich teilte der Kontrolleurin mit, dass ich ihr Verhalten als unprofessionell empfinde und man einen solchen Sachverhalt auch freundlich und respektvoll erklären könne. Auf diese Rückmeldung wurde jedoch nicht angemessen eingegangen.
Besonders irritierend war für mich, dass ich auf meiner Rückfahrt von Dresden Mitte nach Coswig mit einer anderen Kontrolleurin über den Vorfall sprach. Diese bestätigte mir, dass der Nachweis meines Tickets über die DB Navigator App ausreichend sei. Darüber hinaus konnte ich beobachten, dass auch andere Fahrgäste, insbesondere Jugendliche, von der betreffenden Kontrolleurin in einem ähnlich schroffen Ton angesprochen wurden und ebenfalls angaben, von den bisherigen Informationen ausgegangen zu sein.
Für mich entsteht dadurch der Eindruck, dass entweder die Regelungen nicht einheitlich kommuniziert werden oder Mitarbeitende unterschiedlich informiert sind. Beides führt zu Verunsicherung bei den Fahrgästen. Unabhängig davon halte ich den Umgangston und die Art der Kommunikation der Kontrolleurin für nicht akzeptabel.
Ich bitte Sie daher, den Vorfall zu prüfen und insbesondere sicherzustellen, dass die betreffenden Mitarbeitenden einheitlich über die geltenden Regelungen informiert werden. Ebenso wünsche ich mir, dass bei der Kommunikation mit Fahrgästen künftig stärker auf einen respektvollen und kundenorientierten Umgang geachtet wird.
Als zahlende Kundin habe ich mich in dieser Situation nicht ernst genommen und schlecht behandelt gefühlt. Ich hoffe daher, dass mein Anliegen entsprechend geprüft wird.
Mit freundlichen Grüßen
Emilia ScholzVVO
Hallo Frau Scholz,
folgende Antwort haben wir von DB Regio Südost erhalten:
"Leider können wir aufgrund einer längeren Abwesenheit des Zugbegleiters derzeit keine Stellungnahme einholen.
Das Deutschlandticket kann selbstverständlich in der App vorgezeigt werden. Der erforderliche Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass) muss jedoch als eigenständiges Dokument vorgelegt werden. Eine digitale Darstellung des Ausweises in einer App reicht hierfür leider nicht aus. Wir vermuten das dies der Grund war.
Damit wir den Sachverhalt dennoch nachvollziehen können, wäre es hilfreich uns möglichst genau zu schildern, welche Dokumente Sie bei der Kontrolle vorgezeigt hat. Falls vorhanden, helfen uns auch Screenshots der vorgezeigten Unterlagen weiter."Bitte senden Sie die Unterlagen unter der Vorgangsnummer 332576 gern an service@vvo-online.de.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Sixtus
S1 fahren zwischen Meißen und Dresden ist langsam mehr als seine Zumutung. 16:08 Uhr, Ausfall, 16:38 Uhr, Ausfall, und die Bahn dazwischen, 16:21 Uhr? Fast ne halbe Stunde später. Diese Situation ist inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern ließe sich auch gelegentlich auf 15:... Uhr, oder 17:... Uhr übertragen, und das mehrmals die Woche. Es gibt keinerlei Zuverlässigkeit mehr und keine Planbarkeit.
Noch vor wenigen Jahren war Bahn fahren mehr als eine Alternative, und dass ohne günstiges D-Ticket. Inzwischen ist es Unzumutbar. Fallen Bahnen aus und es fährt nur eine in der Stunde, kann man sich darauf einstellen, 40 Minuten zu stehen. Die Klimaanlagen in den Waggons hatten darüber hinaus auch schon mal bessere Tage. Und wehe, man hat ein Fahrrad, eine Tür ist defekt und die Bahn hält unplanmäßig an einem anderen Gleis. Dann kann man sein Fahrrad durch die engen Gänge tragen und hoffen, noch rechtzeitig aus der herauszukommen.
Leider Gottes ist das Auto auf der Strecke zwischen Dresden und Meißen, trotz längerer Nettofahrzeit und höheren Kosten, für viele wieder zur ernsten Alternative geworden, da man hier wenigstens eine konkrete Planbarkeit hat. Das Fahren mit der S1 hat leider immer mehr von Massenabfertigung, sodass es selbst die 63 Euro inzwischen nicht mehr Wert ist.VVO
Hallo Sixtus,
wir können Ihren Unmut gut verstehen. Wenn Züge ausfallen, Verspätungen zur Regel werden und die Fahrt nicht mehr verlässlich planbar ist, ist das für die Fahrgäste sehr ärgerlich.
Nach Informationen von DB Regio Südost gab es letzte Woche in Radebeul eine Langsamfahrstelle an einer Weiche. Dadurch kam es zusätzlich zu Verzögerungen im Betriebsablauf. Die Einschränkung sollte bis zum Betriebsschluss (28.05.2026) behoben werden.
Unabhängig davon können wir Ihren Eindruck nachvollziehen, dass die Zuverlässigkeit der S1 derzeit nicht den Erwartungen an ein attraktives Nahverkehrsangebot entspricht. Wir stehen hierzu im Austausch mit den beteiligten Unternehmen und danken Ihnen für Ihre Hinweise.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
S1-Nutzer
Lieber VVO!
Ich fahre täglich mit der S1.
Dazu stelle ich mir in den letzten Monaten folgende Fragen:
1.) Was für Maßnahmen wird der VVO ergreifen oder einfordern, um die Situation zu verbessern?
2.) Warum werden keine Verstärkerwagen mehr eingesetzt?
3.) Wo ist der für ab Ostern versprochene Reservezug am Dresdner Hbf?
4.) Warum werden bei Baustellen auf der Linie keine realistischen Fahrpläne erstellt?
5.) Wo sind die ganzen Loks der Baureihe 146?
6.) Warum wurde am 23.05.26 ein Zug mit nur 2 Wagen (z. B. als S 31721) zur besten Wanderzeit nach Schöna geschickt?
Es ist ein Trauerspiel, was aus dieser Linie – dem einstiegen Flaggschiff des VVO - geworden ist.
Und es ist eine Zumutung für Pendler, Touristen und Zugpersonale.
7.) Warum fährt der Trilex immer noch über die S-Bahn-Gleise, obwohl sich das im Mai ändern sollte?
Aus meiner Sicht sollten VVO, DB Regio und DB InfraGo folgende Maßnahmen prüfen:
a) Anpassung der Fahrpläne und Wendezeiten
b) Anmietung von Fahrzeugen bei Dienstleistern
c) Reduzierung des Zugangebotes um die Zuverlässigkeit zu steigern
Über konkrete Maßnahmen und eine ausführliche Antwort freut sich
Der S1-Nutzer
VVO
Hallo S1-Nutzer,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Zu Ihren Fragen möchten wir wie folgt Stellung nehmen:
1.) Was für Maßnahmen wird der VVO ergreifen oder einfordern, um die Situation zu verbessern?
Die Stabilisierung des Betriebs auf der S1 hat für uns hohe Priorität. Gemeinsam mit DB Regio, DB InfraGO und weiteren Beteiligten analysieren wir fortlaufend die Ursachen für Verspätungen und Zugausfälle. Dabei fordern wir konkrete Maßnahmen und belastbare Verbesserungen bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Fahrzeugverfügbarkeit ein. Grundlage dafür sind die vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards, deren Einhaltung durch den VVO kontrolliert wird. Vertragsverstöße bleiben dabei nicht folgenlos.
Zugleich zeigen sich hier strukturelle Probleme im SPNV, mit denen derzeit viele Aufgabenträger und Verkehrsverbünde bundesweit konfrontiert sind – insbesondere bei Fahrzeugverfügbarkeit, Personalbestand und der Stabilität des Bahnbetriebs.
2.) Warum werden keine Verstärkerwagen mehr eingesetzt?
Die in den vergangenen Jahren zusätzlich vorgehaltenen Fahrzeuge stehen nicht mehr zur Verfügung. Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich Dresden Hauptbahnhof wäre eine Umsetzung der bisherigen Verstärkungen im Jahr 2026 zudem nicht möglich gewesen. Für das Jahr 2027 prüfen wir derzeit gemeinsam mit DB Regio, ob zusätzliche Fahrzeuge bereitgestellt werden können.
3.) Wo ist der für ab Ostern versprochene Reservezug am Dresdner Hauptbahnhof?
Der Reservezug steht derzeit teilweise in Dresden-Altstadt und wird von dort aus bei Bedarf zum Einsatz gebracht.
4.) Warum werden bei Baustellen auf der Linie keine realistischen Fahrpläne erstellt?
Die Erstellung von Baustellenfahrplänen obliegt grundsätzlich der DB InfraGO als Betreiberin der Schieneninfrastruktur. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen und der VVO als Aufgabenträger haben darauf nur begrenzten Einfluss. Hinzu kommt, dass Verspätungen im Fern- und Güterverkehr häufig zu betrieblichen Wechselwirkungen führen, die sich auf die S-Bahn übertragen. Wo möglich, versuchen DB Regio und der VVO operativ gegenzusteuern, beispielsweise durch vorzeitige Wendungen einzelner Zugläufe zur Stabilisierung des Gesamtsystems.
5.) Wo sind die ganzen Loks der Baureihe 146?
Die Lokomotiven der Baureihe 146 werden von DB Regio in verschiedenen Regionen und an unterschiedlichen Standorten eingesetzt. Die dem Standort Dresden zugeordneten Fahrzeuge werden überwiegend auf den Linien S1, S2 und RE50 verwendet.
6.) Warum wurde am 23.05.2026 ein Zug mit nur zwei Wagen (z. B. S 31721) zur besten Wanderzeit nach Schöna geschickt?
Der betreffende Zwei-Wagen-Zug wurde kurzfristig als Ersatzzug eingesetzt, um einen kompletten Zugausfall zu vermeiden. Im weiteren Tagesverlauf konnte dieser wieder durch einen regulären Vier-Wagen-Zug ersetzt werden. Uns ist bewusst, dass die Kapazität eines solchen Ersatzzuges insbesondere an stark nachgefragten Ausflugstagen nicht ausreicht. Dennoch war dies in der konkreten Situation die einzige Möglichkeit, die Fahrt überhaupt durchführen zu können.
7.) Warum fährt der trilex weiterhin über die S-Bahn-Gleise, obwohl sich das im Mai ändern sollte?
Tatsächlich war langfristig vorgesehen, die trilex-Züge zwischen dem 1. Mai und 1. Oktober 2026 nicht mehr über die S-Bahn-Gleise in Dresden Hauptbahnhof zu führen. Hintergrund waren geplante Bauarbeiten am Hallendach des Hauptbahnhofs, die eine Sperrung des Gleises 14 erfordert hätten.
Diese Baumaßnahme wurde jedoch Anfang 2026 durch DB InfraGO verschoben, sodass die vorgesehene Verlegung der trilex-Fahrten entfiel. Darüber hinaus bestehen im Knoten Dresden weiterhin zahlreiche baubedingte Einschränkungen, unter anderem durch das noch nicht fertiggestellte Kreuzungsbauwerk am Hauptbahnhof sowie weitere Infrastrukturmaßnahmen. Aus diesem Grund ist eine verlässliche Führung der meisten trilex-Züge in die Mittelhalle derzeit nicht möglich. Nach aktuellem Stand ist eine Änderung voraussichtlich erst nach Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten zu erwarten.
Wir verstehen Ihren Eindruck, dass die S1 derzeit weit von ihrem früheren Qualitätsniveau entfernt ist. Die Vielzahl gleichzeitig laufender Infrastrukturmaßnahmen sowie die angespannte Fahrzeug- und Betriebssituation stellen alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Gleichwohl arbeiten wir gemeinsam mit den Eisenbahnunternehmen und der Infrastrukturbetreiberin daran, die Zuverlässigkeit und Stabilität des Angebots wieder zu verbessern.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Konrad
Ich möchte mich darüber beschweren, dass die Fähre Pirna Copitz vom 23.05. bis 26.05. nicht fährt. Wie kann das sein, über Pfingsten? Wir machen hier mit 8 Personen Urlaub und haben uns extra eine Ferienwohnung auf der Copitzer Seite genommen in der Annahme daß wir mit der Fähre sehr schnell und unkompliziert in der Altstadt sind.
VVO
Hallo Konrad,
laut Information der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE), dem Betreiber der Fähre, konnte die Fähre aufgrund des hohen Krankenstandes nicht verkehren.
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team -
Konrad
Hallo,
wie kann es passieren, dass der RE50 (16539) am Freitag dem 16.5.2026 keine einzige Toilette aufwies. Wieso wird darüber nicht informiert (z.B. im DB Navigator). Wird es seitens DB Regio Konsequenzen geben oder ist das jetzt der Normalzustand, bis die "neuen" Fahrzeuge ab Dezember im Einsatz gehen. Jedes mal eine richtige Enttäuschung mit dem RE50 zu fahren, weil immer etwas ist.VVO
Hallo Konrad,
folgende Antwort haben wir vom Kundendialog der DB Regio Südost erhalten:
"Wir verstehen Ihren Ärger sehr gut. Dass in einem Zug keine nutzbare Toilette zur Verfügung steht, entspricht keinesfalls unserem Anspruch an einen verlässlichen und kundenfreundlichen Nahverkehr. Besonders auf längeren Fahrten ist dies für unsere Fahrgäste eine erhebliche Einschränkung.
Ebenso nachvollziehbar ist Ihre Kritik an der fehlenden Information im Vorfeld. Hinweise zu relevanten Komforteinschränkungen sollten unseren Fahrgästen möglichst transparent zur Verfügung gestellt werden. Wir nehmen Ihren Hinweis daher sehr ernst und geben diesen intern zur Prüfung weiter.
Leider kommt es bei den derzeit eingesetzten Fahrzeugen vereinzelt zu technischen Ausfällen, die trotz regelmäßiger Wartung nicht immer kurzfristig behoben werden können. Dies soll jedoch keinesfalls als „Normalzustand“ verstanden werden. Gemeinsam mit unseren technischen Bereichen arbeiten wir kontinuierlich daran, die Fahrzeugverfügbarkeit und -qualität zu verbessern. Auch die geplante Einführung neuer Fahrzeuge ab Dezember soll künftig zu einer stabileren und komfortableren Betriebsqualität beitragen.
Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir Sie ausdrücklich um Entschuldigung."
Viele Grüße
Jana Findeisen
VVO-Team